Montag, 27. August 2007

Ich bastele wieder

Es wurde lange nichts geschrieben in diesem Blog, von außerhalb und auch von mir nicht.

Das Moselnetz liegt auf Eis, weil die täglichen Verpflichtungen doch sehr viel Zeit beanspruchen. Dazu kommt bei mir, dass ich zur Zeit bei zwei kleineren Webprojekten mitarbeite, die sehr interessant sind.

Eins davon beschäftigt sich mit dem Sammeln von Porsche Prospekten, und es gibt Hefte seit sage und schreibe: 1949!!!
Ich war verblüfft, irgendwie dachte ich immer, dass es da noch gar keine Autos gab ;-)

Der begeisterte Sammler, Rüdiger Kohl, stellt nach und nach viele interessante Bilder der vorhandenen Prospekte, sorgsam eingescannt und mit Photo-Impact nach Modelljahren und Art sortiert ins Netz.

Ob sich das Album so einfach ins Netz stellen lässt, muss sich aber noch herausstellen ;-)

Mittwoch, 25. April 2007

Ist deine Webseite valide?

Der Total-Validator
checkt nicht nur deine Webseite auf Fehler, du kannst dir auch anzeigen lassen, wie andere Browser sie darstellen.

Sonntag, 22. April 2007

Ausflug zur Saarburg

Die Saar, ein Nebenfluss der Mosel, ist ebenfalls ein beliebtes Ausflugziel, das gut ausgebaute Radwege und viele interessante Orte zum Verweilen bietet.

Einer davon ist die Saarburg, die sich über dem Ort erhebt:PICT08911

Die Saar im AprilPICT0883

Mehr über Saarburg, die Burg und ihre Umgebung erfahrt Ihr auf der offiziellen Internetseite der Stadt Saarburg

Freitag, 6. April 2007

Webhosting

Puuuhhh, an was man nicht alles denken muss, wenn man sich an ein solches Projekt wie unser Moselnetz wagt. Ich habe mich gerade mal bei einigen Anbietern für unser Webhosting umgesehen und die Angebote sind so schwer durchschaubar wie die Tarife der Bahn.
Ich probiere es diesmal mit dem Couga.net, es hat eine sehr gute Bewertung bei Ciao.

COUGA.net - Webhosting ab 99 Cent/Monat


Günstigen Webspace und einfache und leicht bedienbare Oberfläche bietet auch 1&1 Webhosting:
1&1 Webhosting

Dienstag, 27. März 2007

Installation von Xampp incl. Apache, mySql, phpMyAdmin

Für unser Moselnetz-Projekt haben wir uns entschlossen, Drupal einzusetzen. Hört sich ganz einfach an, wir wissen immerhin was wir wollen.

Um Drupal lokal testen zu können, benötigen wir einen lokalen Server und mysql. Beides wird uns mit xampp wirklich leicht ins Haus geliefert. Die Installation ist auch für Installations-Newbies ziemlich einfach. Mit ein paar Klicks erledigt xampp alles praktisch von selbst.

Wenn, ja wenn da nicht schon andere vor ihm da waren, wie bei dem Rechner einer Freundin. Nach der Installation von xampp blinkte der Apache immer nur kurz auf, konnte sich aber nicht dazu entscheiden, wirklich zu laufen.

Was konnte das sein? War es ein Downloadfehler? Sollen wir alle noch einmal neu herunter laden? Aber es gab nirgends eine Fehlermeldung, eigentlich haben wir alles richtig gemacht!

Schön, wenn das Internet funktioniert, durch ein bisschen Rumsuchen in Foren kamen wir auf die IDee, dass auch bei uns evtl. der Port schon belegt sein könnte. Wie Sherlock Holmes und Dr. Watson machten wir uns dann gezielt auf die Spurensuche und fanden den Übeltäter auch kurz vor Sendeschluss (bevor meine letzte U-Bahn nach Hause fuhr) und brachen in wahres Freudengeschrei aus, nachdem wir ihn - den Übeltäter - dingfest gemacht hatten. Es war der IIS, meine Freundin konnte sich nicht daran erinnern, diesen jemals gestartet oder benutzt zu haben aber das war uns jetzt auch egal. Wir setzten ihn einfach nach einer Anweisung eines Forumsteilnehmers auf Stop und siehe da:

Apache is running!!!!

Wir hatten ein Riesenerfolgserlebnis in unserem
Dummy-Webserver-Installations-Gemeinschaftsprojekt


NS. Leider schaltet sich der IIS bei jedem neuen Start von Windows wieder ein, hat jemand eine Idee, wie man ihn überlisten kann?

Nach dem Installieren von Skype wollte der Apache wieder nicht laufen. Da dieses gleiche Problem aber viele Nutzer haben, wurde der Fehler von ihr schnell entdeckt.

Dienstag, 13. März 2007

Affiliati für Anfänger

Seit einigen Tagen beschäftige ich mich mit der Werbung auf Webseiten in Form von Affiliate.

Um Homepagebastlern die Arbeit mit der Werbung zu erleichtern, gibt es Partnerprogramm-Netzwerke, wie. z. B. SUPERCLIX

Unter dem Dach von
Superclix, dem Partnerprogramm-Netzwerk befinden sich über 600 verschiedene Anbieter, unter dem man sich seinen Werbepartner aussuchen kann.

Die Anbieter kann man sich aus verschiedenen Kategorien heraussuchen, z. B.
  • Möbel
    Musik
    Auto
    Handy
    usw.
Es gibt Angebote, bei denen man per click bezahlt wird,
Beispiel:
Travelshop24

andere per Signup, zum Beispiel kannst du dich kostenlos in diesen Such-Katalog eintragen:DeutscheSeiten.de - jetzt kostenlos in ihrer Region eintragen.

(So kommt der Katalogbetreiber relativ günstig zu einer vollen Datenbank)

Andere Unternehmen bezahlen per Lead oder/und per Sale

Bei Superclix werden die Webseitenbetreiber, Partner genannt.
Unternehmen, die die Werbung sponsern, sind die Sponsoren.

Im Superclix-Forum kann man sich mit Mitarbeitern des Unternehmens und anderen Usern austauschen und z.B. lernen, wie man seine Werbung am Besten platziert, ob Banner oder Textlinks und vieles mehr. Obwohl ich persönlich dort bisher nur gelesen habe, verschafft das Forum mir eine gewisse Sicherheit und schenkt mir Vertrauen in die Arbeit von superclix, da ich mir kaum vorstellen kann, dass irgendwelche faulen Tricks sich auf Dauer an solch einem öffentlichen Platz verheimlichen lassen.
Zudem ist die Überprüfung der eigenen Erfolge im eigenen Bereich sehr leicht nachvollziehbar.

Die Teilnahme am Programm ist kostenlos und unverbindlich und die Bedienung ist einfach zu verstehen. Der Partner - also der Webmeister - generiert sich mit einem click seinen eigenen code, den er dann nur noch in seine Webseite einfügen muss. Es gibt Banner in verschiedenen Größen, blinkend und nicht blinkend und auch Textlinks für Webseiten und für Email-Signaturen. Etwas Zeit muss man investieren, um den oder den für sich am besten geeigneten Anbieter heraus zu finden.
Neben der Echtzeit-Statistik bietet Superclix kostenlosen Support!

Ganz besonders toll finde ich bei Superclix, dass die Auszahlung schon ab 10,-- Euro erfolgt, andere zahlen erst ab 25,-- Euro. Für jemanden, der eine kleine Homepage betreibt und die Werbung hauptsächlich dazu dient, den Webspace zu finanzieren, kann es schon eine Weile dauern, bis dieser Betrag zusammen kommt, 10 Euro ist da schon einfacher zu erreichen :-)

Um dich einmal unverbiindlich umzusehen, brauchst du dich nur hier anzumelden:

Werbung


Einige Anbieter habe ich mir bereits heraus gesucht. Die Besucher unserer im Aufbau befindlichen Webseite Moselnetz sollten den größtmöglichen Nutzen auf der Webseite erzielen und dazu gehört z.B. auch ein Travelshop, in dem man günstige Flüge findet:
Travelshop24
Nachtrag: Das Projekt "Moselnetz" wurde eingestellt, den Travelshop gibts noch...


Und weil ich diese Idee so witzig finde, gibts hier den Link zum Sternregister:
Taufen Sie einen echten Stern - Machen Sie einem lieben Menschen ein Geschenk für die Ewigkeit - www.Sternregister.de

Wer wollte nicht schon immer einen Stern haben?

Die meisten Partner akzeptieren nur tl-domains, so dass ich sie nicht hier verwenden kann. Das ist schade, ich hätte das Blog gerne als Sammelstelle für interessante Partner verwendet. Das Erlernen von Drupal wird sicher noch einige Zeit in Anspruch nehmen, auch wegen immer wieder aufkehrenden technischen Schwierigkeiten mit der vorhandenen oder nicht vorhandenen Hardware :-)

Die Links auf dieser Seite wurden sorgfältig von mir ausgesucht.
Es handelt sich um Partnerlinks und die Möglichkeit von Einnahmen durch die Partnerlinks habe ich am Beispiel
Müssen diese Links als Werbung oder Anzeige gekennzeichnet werden? Die Rechtsprechung gibt dazu noch nicht viel her und deshalb möchte ich hier ausdrücklich darauf hinweisen.

Auf allen anderen Seiten dieser Webseite handelt es sich um normale Links, die aus redaktionellen Gründen eingefügt sind.

Beim Schreiben fällt mir auf, dass der Unterschied auch für mein Empfinden sehr schwammig ist. Wenn man es genau nimmt, ist doch jeder Link ein Hinweis oder ein Tipp - also Werbung für das verlinkte Unternehmen. Selbst wenn der Link mit einem negativen Text verlinkt sein sollte, wird der Bekanntheitsgrad der verlinkten Webseite gesteigert. Wird die Rechtsprechung also irgendwann dahin gehen, alle Links mit "Werbung" kennzeichnen zu müssen?

Sonntag, 11. März 2007

Forumsähnlich?

Hallo,

auf der Suche nach einem Forum bin ich auf dieses Blog gestoßen.
Im Gegensatz zum vorhergehenden erlaubt es mehreren Benutzern Beiträge zu schreiben

Es gibt unterschiedliche Nutzer

Owner
Administrator
Manager
Contributoren
Members


Der Administrator bekommt die gleichen Rechte wie der Owner, er darf das Blog nur nicht löschen.

Owner
Weblog löschen x

Admin
Layout verwalten
Mitglieder verwalten
Module verwalten

Manager
Alle Beiträge, Bilder und Dateien verwalten

Contrib(utoren)
Beiträge erstellen
Eigene Beiträge, Bilder und Dateien verwalten

Members

Links lassen sich hier leicht in die Beiträge einfügen und auch immer wieder bearbeiten, bzw. man kann immer wieder welche hinzufügen. In der Linksammlung im rechten Menü ist in einer Linkliste (die ich Link-Sammlung genannt habe) dann auch noch Platz für Links ohne jede Erklärung, evtl. Partner -Links oder was auch immer. Falls man sie nicht braucht, kann man sie auch löschen, glaub ich.
  • Man kann wählen, ob man das Blog von Suchmaschinen finden lässt oder nicht
  • Man kann Beiträge schon im voraus schreiben und später erscheinen lassen
  • Es gibt Hilfestellung bzgl. der Handhabung des Blogs in einem Wiki.

Kurzeinführung hier: http://wiki.twoday.net/wiki/

Suchmaschinen


DeutscheSeiten.de die große deutsche Suchmaschine.
Hier finden Sie Seiten, Firmen, Veranstaltungen, Gastronomieeinträge und sonstige Informationen aus Ihrer Region, Stadt oder Ihrem Ort.
Ihre Homepage tragen Sie leicht und kostenlos in 3 Schritten ein, falls gewünscht auch ohne Registrierung und Gegenlink.

DeutscheSeiten.de - jetzt kostenlos in ihrer Region eintragen.

Die Suchfibel

HTML allgemein

Hobby: Webseite basteln:
Auch ich habe mit dem kostenlosen Online-Angebot "selfhtml" von Stefan Münz meine ersten Schritte und Erfahrungen in Richtung Webseite basteln gemacht. Naja, zugegeben, es waren die Zweiten, denn zu den allerersten kam ich mit T-Online!
Ja, Ihr habt richtig gelesen, T-Online war der eigentliche Übeltäter, der mich anno 1997 dazu verführte, eine eigene Webseite ins Netz zu stellen. Bereits 1994 hatte ich mein erstes Modem bekommen, welches ich aber damals nach zwei sehr hohen Telefonrechnungen erst mal wieder in einen Karton versenkte. Zu der Zeit kostete eine Internetverbindung sage und schreibe 17 Pfennige pro Minute, wenn ich mich richtig erinnere. Telefonkosten, t-online-Kosten für btx und weitere 10 Pfennige wurden fällig, wenn man das Internet benutzte. Wie gesagt, zwei Telefonrechnungen später wurde das Modem erst mal wieder von der Leitung genommen und erst wieder hervor geholt, als T-Online ein günstigeres Angebot machte. Immerhin gehörte ich auch damals noch zu der 1. Million von T-Online-Internetnutzern in Deutschland. Zwar gabs schon AOL und compuserve, da man aber immer zuerst bis zum nächsten Knotenpunkt die Telefonkosten zu tragen hatte und der nächste sich in Trier (Ferngespräch) befand, war auch das für Landeier wie mich nicht gerade günstig. Als ich damals das erste Mal in einem Chat auftauchte, rief der Sysop (den man heute wohl Administrator nennt) mich zu Hause an, um sicher zu sein, dass ich eine Frau bin. Es war noch lange Zeit später nicht sehr üblich, dass Frauen sich im Internet bewegten. Die Chaträume waren schwarze Fenster ohne jegliches Smilie und man nannte das texten auch tickern.
Zu dem T-Online-Angebot gehörte ein Programm zur Webseitenerstellung. Dieses Angebot hatte genau 5 Befehle. Man konnte:
  • Text erstellen
  • eine Überschrift einfügen
  • ein Bild einfügen
  • eine Linie einfügen
  • und der 5. ist mir entfallen, war es ein Link?
Ich bin mir nicht mehr ganz sicher.
Als Browser nutzte ich den Netscape, von einem anderen Browser hatte ich im Leben noch nichts gehört oder gelesen. Ach, war das eine Freude, gibt es bei irgendeinem anderen Hobby ein so schnelles Erfolgserlebnis wie beim Webseite basteln?
Aber solch ein einfaches Erfolgserlebnis wird auch schnell langweilig. Ich wusste zwar nicht genau was ich tat, aber durch irgendwelche Klicks kam ich zum Quelltext meiner Homepage und da stand ein interessanter Satz: "Bitte nichts an diesem Text verändern, weil die Webseite ansonsten nicht mehr funktioniert!"
Ich glaube nun mal nicht alles, was so geschrieben steht und deshalb musste ich das ausprobieren und wirklich, meine schöne Webseite tat genau das, was sie tun sollte: Sie funktionierte nicht mehr :-)
Ungefähr zur gleichen Zeit fand ich auf einer CD aus einer Computerzeitschrift das Selfhtml-Werk von Stefan Münz. Von nun an gabs jede Menge zu probieren, die Erfolge stellten sich zwar nicht mehr so schnell ein wie bei T-Online, aber es machte viel mehr Spaß.
Irgendwann machte ein webgrrl auf den Chat von Selfhtml aufmerksam und seitdem bin ich ein Mitglied der Community.

Selfhtml
Forum, Linklisten, Chat

Viele weiteren Infos über alles Mögliche rund ums Webseitebasteln findet Ihr bei www.kommdesign.de

Mittlerweile ist das Internet aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Überrascht hat mich doch, wie einfach sich ein Webmaster seine Onlinekosten nebenbei erwirtschaften kann. Ich nutze dafür die Erfahrung meines Partnerprogramms superclix.
Aus über 600 Angeboten aus allen Bereichen des täglichen Lebens und vielen Textlinks statt nervenden blinkenden Bannern kann man sich das für sich passende Angebot heraussuchen.

Du kannst dich unverbindlich bei meinem Partner superclix.de
umsehen.

Ebenso schnell und einfach geht die Anmeldung.

Superclix.de - das Partnerprogramm - Netzwerk


In einem Forum kannst du dich mit anderen "Affiliaten" - so heißen die Webmaster, die sich auf diese Weise etwas hinzu verdienen, austauschen und bekommst Hilfe bei den ersten Schritten. Alles ist einfach und übersichtlich erklärt und du erhältst Zugang zu deiner Echtzeit-Abrechnung. Hier kannst du genau verfolgen, wie viele Leute von deiner Homepage einen von dir geschalteten Werbepartner angeklickt haben.

Wo kommen bloß die ganzen Banner her?


Und solche nichtblinkenden Banner sind nicht nervend, sondern Info und dieser da erinnert mich an den Frühling, der draußen auf mich wartet. Na, wie wärs?

CMS

http://typo3.com/ Kurzeinführung in CMS, weiterführende Links, Download von typo3

CSS

CSS Einführungskurs und mehr
CSS Templates

Samstag, 29. Juli 2006

Sonnenbrand beim Bahnfahren

So schön kann Bahnfahren sein...

Wenn man, wie ich, häufig zwischen Berlin und der Mosel pendelt, muss man, um allzu hohe Fahrtkosten zu vermeiden, kreativ sein. So fasste ich dann eines schönen Tages den Plan, mit dem Wochenend-Ticket die 750 km lange Reise anzutreten. Die Karte kostete zu dem Zeitpunkt 30,-- Euro und normaler Weise 13 Stunden Zeit aber eigentlich fahre ich gern Bahn, wenn sie denn kommt...

Sie kam, zumindest kam sie pünktlich in Berlin zur Abfahrt bereit an. Das Wochenendticket in der positiven Version bedeutet, dass am Wochenende bis zu 5 Leute in allen Regionalzügen bundesweit fahren dürfen, wenn man es negativ betrachtet, bedeutet es, man darf weder EC, IC noch ICE mit diesem Ticket benutzen.

Obwohl ich eher ein praktischer Mensch bin, war in diesem Fall nur mein theoretischer Teil des Planes praktisch sehr gut. Ich hatte Stunden damit verbracht mir alle möglichen und unmöglichen Verbindungen auszudrucken, und mit meiner Tochter vereinbart, dass ich sie in Cochem (ca. 80 km vor Trier) aufgabeln würde. Sie kam an diesem Sonntag per Mitfahrgelegenheit mit dem Auto von Hamburg bis Cochem und theoretisch passte alles prima. Ich fuhr in Berlin mit einer Stunde Spielraum los, das heißt, ich hatte geplant, eine Stunde vor ihr in Cochem zu sein. Auf der Autobahn kann es Stau geben, Züge haben Verspätung, jeder weiß das, aber wenn alle Stricke reißen, werden wir weitersehen, dachte ich. Es mag sein, dass ich etwas blauäugig bin, wobei ich eher zu grau tendiere und wenn ich wütend bin, werden sie auch mal grün, aber das ist äußerst selten.

Los ging es also um halb zehn von Berlin-Alexanderplatz, der erste Umsteigebahnhof war Rathenow und auch Stendal und Wolfsburg erreichten wir pünktlich. Ich wollte gerade eine SMS nach Berlin senden, freudig berichten, dass alles prima verlief, als eine Durchsage mitteilte, dass dieser Zug wegen eines Personenschadens nur bis Gifhorn fahren würde, von dort aber Schienenersatzverkehr eingesetzt wäre. Vorsichtshalber also erst mal die SMS gelöscht und auf Abwarten gesetzt - die SMS sowie mich. Nett, dass die Ansage erst im Zug war, sonst hätte man sich ja vielleicht noch was anderes überlegt? Vielleicht mal kurz über Hamburg oder so? Aber immerhin war die Mitteilung in so weit zuverlässig, dass der Zug dann wirklich in Gifhorn hielt.

Mittlerweile war es 13.30 Uhr und die strahlende Sonne schien auf den Bahnhofsvorplatz. Diese Sonne, auf die wir den ganzen langen Winter gewartet hatten, wurde nach einer halben Stunde doch schon etwas sehr überflüssig, wenn man ungeschützt im Freien steht. Warum ist man nie mit dem zufrieden, was man hat?

Da, was war das? Ein Bus, ein ganzer Bus! Wir drängelten uns in Position, Schülergruppen, Kinderwagen und Einzelreisende bauten sich erwartungsvoll vor den Türen auf. Der Bus war besetzt, der Pendelverkehr war also schon bewährt, das ließ hoffen... Nur ungern ließen wir genügend Platz, um den Insassen den Weg nach draußen zu ermöglichen, denn Jeder wollte in diesen Bus. Wer weiß schon, ob ein nächster kommt und wie lange das dauern kann?

Hatte der Busfahrer schon zuviel Sonne abbekommen oder warum kutschierte er uns statt zu dem angeblich 20 min entfernten Bahnhof über eine Stunde in der Gegend herum? Oder lag es an den netten Leuten im Bus, die ihn davon abhielten, sein Ziel sofort anzufahren? Wir waren Musterexpemplare deutscher Genügsamkeit, geduldig und lammfromm. Umfallen konnte keiner, wir standen geschlossen wie eine Eins und woher wir die Luft zum Atmen nahmen wird für immer ein Geheimnis bleiben. Gerade hatten wir uns damit abgefunden, an diesem Tage nirgends mehr anzukommen und begonnen, Freundschaften fürs Leben zu schließen, indem wir lauwarmes Wasser an Bedürftige weiterreichten und fast alle Eigenheiten des zum Trupp gehörenden Babys kennen gelernt hatten, als eine Einheimische rief: Ja, da vorne links, bitte nicht nach rechts, da waren wir schon, nach links, dann sind wir da! Und tatsächlich, da stand's: Dedenhausen! Wieso wusste ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ich da schon immer mal hinwollte? Wir schrien Hurra und hätten sicher auch in die Hände geklatscht, wenn Platz dafür gewesen wäre. Erschöpft stolperten wir aus dem Bus und ein noch fitter junger Mann hatte schnell herausgefunden, dass wir über eine steile Treppe und eine Brücke auf die andere Seite des Bahnsteigs mussten, um in Richtung Hannover zu gelangen. Das macht ja nichts, es wird wohl die letzte Strapaze für meinen lädierten, gebrochenen Zeh heute sein, dachte ich und schloss mich dem erfolgreichen Teil der Herde an, die es bis hierher geschafft hatte. Denn schließlich standen mindestens noch ebenso viele immer noch am Bahnhof in Gifhorn, oder hatten die uns evtl. in einem zweiten Bus schon überholt?

Auf der anderen Seite des Bahnsteigs angekommen dachte ich: Wenn jetzt jemand "April, April, Ihr seid auf der falschen Seite", ruft, sind wir selber schuld, da wir wie die Schafe hinter dem Leithammel hergelaufen sind, dachte ich gerade. Aber keiner rief April, April, nur unser Busfahrer kam hinter einem Strauch hervor und winkte. Was will denn der jetzt? "Alle wieder in den Bus einsteigen, wir müssen zum nächsten Bahnhof, der Zug hält hier nicht," rief er uns zu. Das kann doch nicht wahr sein...

Alles wieder hinein, wir waren vorhin drin, also muss auch jetzt genug Platz für alle sein. Durchrücken, drückt noch etwas nach hinten, es stehen immer noch welche draußen, Luft einhalten und Tür zu, geschafft! Weiter ging es ohne jede weitere Verzögerung nun nach Dollbergen. Warum eigentlich nicht gleich bis Hannover? Das wären noch zwei Stationen weiter gewesen und da hätte es dann auch Schilder für den Busfahrer gegeben!

In Dollbergen angekommen, die Frage nach der Ankunft des nächsten Zuges. Wer kann das beantworten? Bahnpersonal? Wo leben Sie denn, schaut auf den Fahrplan!. Wieso Fahrplan? Es ist Schienenersatzverkehr, da muss ein zusätzlicher Zug kommen. Zusätzlicher Zug? Sagen Sie das mal der Bahn! Aber weggehen, raus vor den Bahnhof? Da sind Bäume, da ist Schatten! Aber dann ist der Zug weg, bevor wir wieder hier sind, falls doch ein Ersatzzug kommt. Der fahrplanmäßige Zug kommt in 40 Minuten, viele von uns müssen Anschlusszüge bekommen, wie spät ist es jetzt? 15.10? Der nächste kommt 15.50 Uhr, stöhn.

Ich habe ein Bewerbungsgespräch morgen in Würzburg, sagt ein junges Mädchen, ich muss dorthin, hoffentlich bekomme ich noch Verbindung. Was tue ich? Ich hatte einen guten Plan mit immerhin einer Stunde eingeplanter Verspätung, was mache ich jetzt? Die Verspätung beläuft sich mittlerweile auf 3 Stunden. Immerhin bekomme ich etwas Farbe denn auch hier strahlt die Sonne uns noch eifrig ins Gesicht, nicht mehr die Mittagssonne, die Nachmittagssonne halt. Sollte man sich wünschen, dass wir den Sonnenuntergang hier erreicht hätten?

Jemand hat einen Fahrplan dabei, aber ich bin zu ausgelaugt, um herauszufinden, ob ich mit meinem Wochenendticket heute noch bis zu meinem Ziel gelange. Erst soll der Zug mal kommen, dann sehen wir weiter. Statt der Bahn kommt zuerst aber noch eine Ansage: "Wegen wasweißich verspätet sich der Zug nach Hannover um wenige Minuten, na Klasse, ich beginne die Bahn zu lieben".

16.10 Uhr, 20 Minuten später, da, ein Zug, es kommt ein Zug, unser Zug kommt, jetzt kommt tatsächlich ein Zug. Wer hätte das gedacht? Wir öffnen die Türen und sehen innen ebensolche erschöpfte Menschen wie wir es sind, es sind die, die nicht in den Schienenersatzverkehrsbus passten. Wer beneidet jetzt wen? Die Ersten sind halt nicht die Letzten bei der Bahn aber auch die Letzen werden nicht die Ersten sein! Nein, sie werden alle gleich behandelt! Zusammen kommen wir kurz vor 16.30 Uhr in Hannover an.

Jetzt aber schnell, ich habe genug, ich will nach Hause, Sparen hin oder her ich will in einem Bett übernachten und nicht auf einer Bahnhofsbank. Zwar würde es auf der Bank schön kühl heute Nacht, aber das ist mir egal, ich kann nicht mehr denken und deshalb denke ich auch nicht darüber nach, was es wohl kosten wird, wenn ich jetzt auf ICE umsteige. Geld habe ich eh nicht dabei aber als erprobte Plan- und Sparfahrerin mit nicht vor der Haustür besitzenden Bahnhof nehme ich ja am Lastschriftverfahren der Bahn teil und habe ich da nicht irgendwann gesehen, dass man nun neuerdings auch mit der Bahncard am Automaten bezahlen kann? Was doch heißt, ich brauche keine Kreditkarte mehr oder so was? Ich finde auch einen freien Automaten und versuche mich nur auf den Automaten zu konzentrieren. Ein ICE Richtung Koblenz ist angesagt für 16.35 Uhr, aber der hat, nun ratet mal was? Verspätung, oh Wunder! Ich kann es also noch schaffen aber der ist wirklich irrsinnig teuer. Was solls. Bahncard, wieso klappt das hier nicht, wieso kann ich jetzt doch nicht auf diese Weise bezahlen? Ich verstehe das nicht, es stand doch da. Ich kann den Kunden hinter mir nicht länger ignorieren, der ungeduldig darauf wartet, den Automaten zu benutzen und lasse ihm den Vortritt. Zur Not bezahle ich halt im Zug, das wird ja dort wohl klappen, ich kann nicht mehr, mein Kreislauf ist wohl etwas schwach. Der Zug ist da, er ist überfüllt. Nein danke, denke ich, dann doch den nächsten, der ja schon in 10 Minuten kommt. Nimm tief Luft und etwas Kaltes zu trinken und geh zum nächsten Gleis sage ich mir und das tue ich auch. Leider bedeutete diese Route weitere 3 Umsteigevorgänge. Mein Kurzzeitgedächtnis musste in der heißen Sonne wohl etwas gelitten haben, wie sonst hätte ich so schnell vergessen können, was auf einer Bahnfahrt mit Umsteigen so alles passieren kann? Der Zug Richtung Fulda ist pünktlich aber auch er ist überfüllt. Platz gibts noch im Raucher, Glück gehabt. Aber warm ist es hier, hat da wer die Heizung angestellt? Ach nein, die Klimaanlage ist ausgefallen. Zu schwach um mir einen anderen Platz zu suchen bzw. mich in einen Flur zu hocken, bleibe ich sitzen und stehe nur noch auf, als eine Zugbegleiterin kommt und uns sagt, dass wir uns kühle Getränke nehmen dürfen. Wasser, kühles Wasser, Orangensaft und Gummibärchen und mit dem ersten kühlen Tropfen liebe ich sie wirklich wieder, die Bahn! Das verliert sich zwar wieder, als ich den Preis für die Fahrkarte erfahre, aber immerhin werde ich nicht wegen Schwarzfahrens verdonnert, obwohl ich das Ticket erst in der Bahn löse.

Die ersten beiden Umsteigevorgänge sind unproblematisch, nur in Frankfurt kann es noch einmal kritisch werden, nur 5 Minuten bis zur Anschlussbahn. Aber nun mal keine Sorge, das wird schon klappen, Ankunft Gleis 6, Abfahrt Gleis 7, die sind doch nicht blöd bei der Bahn, sicher ist es der gleiche Bahnsteig. Ich kann ja schon mal ganz nach vorne gehen, falls es doch nicht der gleiche ist, Frankfurt ist doch der Bahnhof, bei dem man nur an einem Ende zu den anderen Gleisen gelangen kann, denk an deinen verletzten Zeh. Okok, ruhig Blut, danach hast du es dann geschafft. Nichts vergessen? Gut, dass ich mit wenig Gepäck reise, wir sind in Frankfurt und wir sind pünktlich und es ist der gleiche Bahnsteig, Hurra. Ein Blick zur Anzeigetafel: Der Zug Richtung Koblenz hat 25 Minuten Verspätung. Und wieder ist alles anders. Gerade hatte ich meiner Tochter mitgeteilt, dass ich wahrscheinlich pünktlich bin, bekomme ich jetzt noch einen Anschluss in Koblenz? Ich weiß zwar, dass dort noch eine späte Bahn nach Trier fährt, aber dann steht meine Tochter stundenlang in Cochem rum, gibts da irgendwas wo sie sich aufhalten kann? Ich glaube eher nicht, so gut kenne ich den Bahnhof nicht. Ihre SMS klang gut, sie wird pünktlich sein mit der Mitfahrerzentrale, sie wird die vereinbarte Bahn erreichen. Der Plan war gut, sie auf dem Wochenendticket mitzunehmen, aber was solls, die Bahn braucht schließlich jeden Euro... Einen Hoffnungsschimmer habe ich ja noch, vielleicht holt die Bahn ein paar Minuten auf zwischen Frankfurt und Koblenz? 12 Minuten waren vorgesehen für den Wechsel, 25 Minuten Verspätung haben wir, 13 Minuten, ist das zu schaffen, Herr Schaffner? Keine Chance, tut mir Leid. Können Sie mir dann bitte sagen, wie und wann ich von Koblenz weiterkomme? Aber ja, da fährt eine Bahn, aber die endet in Cochem. Ach ja, in Cochem, aber ich will nach Trier bzw. Saarburg. Trier? Ja, da fährt ein ICE in Koblenz ab um 22.18, Ankunft in Trier 23.52 Uhr. Aber ab Koblenz habe ich nur Wochenendticket, weil ich doch... Klären Sie das bitte am Servicepoint in Koblenz. Na gut, vielen Dank für Ihre Auskunft.

Eine nette Dame am Servicepoint in Koblenz: Wochenendticket? Wieso haben Sie nicht bis zum Ziel gelöst?
Ich: Weil ich doch ein Ticket habe, das Wochenendticket!
Nette Dame: Ja, aber mit dem Wochenendticket können Sie nicht mit dem ICE fahren, so lange noch Nahverkehr verkehrt.
Ich: Aber ich habe doch ein Fernverkehrsticket bis Koblenz und dieser Fernverkehrszug hatte Verspätung weshalb ich jetzt meinen Nahverkehr nicht wahrnehmen kann.
Nette Dame: Ich gebe Ihnen den guten Rat ein Ticket bis zum Ende zu lösen!
Ich: Aber warum soll ich ein Ticket lösen, wenn ich doch schon eins habe.
Nette Dame: Ja, weil, weil Sie jetzt nicht mit dem ICE fahren können.
Ich: Wieso kann ich nicht mit dem ICE fahren, wenn ich auf den nächsten noch über eine Stunde länger warten muss?
Nette Dame: Kaufen Sie sich ein Ticket und dann können Sie mit dem ICE fahren, es kostet nur blablabla....
Ich: Kann ich dann wenigstens ein Anschlussticket haben?
Nette Dame: Nein, das geht leider nicht.
Immerhin stellte sie mir eine Bescheinigung aus, dass mein Zug Verspätung hatte und im ICE traf ich dann auf einen verständnisvollen Schaffner, der keine Nachgebühren von mir verlangte.

Woher kommen die Zahlen, die über die Pünktlichkeit der Bahn berichten?

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